Drohne fliegen lernen: Der ultimative Guide für Anfänger 2026

Dimitri
Von Dimitri - Plattform & Content Manager
25 Min. Lesezeit
Wir zeigen dir in unserem umfassenden Leitfaden wie du Drohne fliegen lernen kannst.

Die Drohne ist ausgepackt, die Akkus sind geladen – und trotzdem zögerst du. Was, wenn du die Steuerung verreißt und die Drohne in den nächsten Baum setzt? Oder wenn sie plötzlich wegdriftet und du nicht weißt, wie du sie zurückholst? Diese Unsicherheit ist völlig normal. Und genau dafür gibt es diesen Guide.

Das musst du wissen

  • Drohnenfliegen basiert auf vier Bewegungsachsen – wenn du die verstehst, hast du das Wichtigste begriffen
  • Moderne Drohnen im Normal-Modus verzeihen viel, aber du solltest wissen, was Sport- und Cine-Modus bewirken
  • Ein strukturierter Trainingsplan bringt dich schneller und sicherer ans Ziel als planloses Herumprobieren
  • Die häufigsten Anfängerfehler lassen sich mit wenig Vorbereitung komplett vermeiden
  • Return-to-Home (RTH) und Akku-Management gehören zum Basiswissen jedes Piloten

Dieser Guide richtet sich an Einsteiger, die ihre erste Drohne haben oder kurz davor stehen. Er konzentriert sich auf das Fliegen selbst – Steuerung, Übung, Sicherheit im Flug. Kaufberatung, Gesetzeslage und Flugplanung werden bewusst nur angerissen und an die jeweiligen ausführlichen Ratgeber verlinkt.

Bevor du abhebst – das musst du vorher erledigen

Bevor du das erste Mal startest, gibt es ein paar Pflichten, die du erledigt haben solltest. Hier das Wichtigste in Kurzform – die Details findest du in den verlinkten Ratgebern.

Registrierung: Als Drohnenbetreiber brauchst du eine UAS-Betreibernummer (e-ID), die du beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) beantragst und auf deiner Drohne anbringst.

Drohnenführerschein: Je nach Gewicht und Einsatz deiner Drohne brauchst du einen Kompetenznachweis. Was genau für dich gilt, erfährst du in unserem Ratgeber zum EU-Drohnenführerschein.

Versicherung: Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in der EU gesetzlich vorgeschrieben – ohne darfst du nicht fliegen.

Falls du noch keine Drohne hast: In unserer interaktiven Kaufberatung findest du Modelle, die sich zum Einstieg besonders gut eignen.

So steuerst du eine Drohne – die vier Bewegungsachsen

Jede Drohne bewegt sich entlang von vier Achsen. Wenn du diese vier Bewegungen verstehst, hast du die Grundlage für alles Weitere. Gesteuert wird über zwei Joysticks auf der Fernsteuerung – bei den meisten Drohnen (und allen DJI-Modellen ab Werk) in der Belegung Mode 2.

Linker Stick: Höhe und Drehung

Throttle (hoch/runter) steuert die Höhe. Stick nach oben: die Drohne steigt. Stick nach unten: sie sinkt. In der Mittelposition hält die Drohne ihre Höhe automatisch.

Yaw (links/rechts) dreht die Drohne um ihre Hochachse, also wie ein Karussell. Die Drohne ändert dabei ihre Blickrichtung, bleibt aber an derselben Stelle in der Luft. Yaw brauchst du häufig, um die Kamera in eine bestimmte Richtung auszurichten.

Rechter Stick: Richtung und Geschwindigkeit

Pitch (hoch/runter) bewegt die Drohne vorwärts und rückwärts. Stick nach oben: vorwärts. Stick nach unten: rückwärts. Je weiter du den Stick drückst, desto schneller bewegt sie sich.

Roll (links/rechts) bewegt die Drohne seitwärts. Das brauchst du zum Beispiel für Kamerafahrten oder um Hindernissen auszuweichen.

Der häufigste Stolperstein

Solange die Drohne von dir weg zeigt, fühlt sich die Steuerung intuitiv an: rechts am Stick bedeutet rechts in der Luft. Sobald die Drohne aber gedreht ist – etwa auf dich zuzeigt – kehrt sich das um. Was am Stick rechts ist, bewegt die Drohne aus deiner Sicht nach links. Das verwirrt am Anfang fast jeden. Die gute Nachricht: Mit etwas Übung gewöhnt sich dein Gehirn daran.

💡 Tipp: Falls du mit einem DJI-Controller fliegst, ist Mode 2 voreingestellt. Die Stick-Belegung kannst du in den App-Einstellungen ändern – für Anfänger ist Mode 2 aber die beste Wahl. Einen Modus, der dieses Orientierungsproblem umgeht, beschreiben wir in unserem Artikel zum Headless Mode.

Flugmodi verstehen – Normal, Sport und Cine

Die meisten Consumer-Drohnen bieten mehrere Flugmodi, die das Flugverhalten grundlegend verändern. Welcher Modus aktiv ist, beeinflusst Geschwindigkeit, Reaktionsverhalten und Sicherheitsfunktionen.

Normal-Modus

Der Standard für den Alltag und die richtige Wahl zum Lernen. Die Drohne fliegt GPS-gestützt, hält ihre Position automatisch und die Hinderniserkennung ist aktiv. Die Geschwindigkeit ist moderat, die Steuerung reagiert gedämpft und verzeiht kleine Fehler. Wenn du gerade erst anfängst, bleib in diesem Modus, bis du dich wirklich sicher fühlst.

Cine-Modus (auch Tripod-Modus)

Hier wird die Drohne noch langsamer und die Steuerbewegungen werden zusätzlich geglättet. Das Ergebnis: sehr sanfte, gleichmäßige Flugbewegungen. Ideal für Videoaufnahmen und Präzisionsmanöver. Auch zum Üben bestimmter Manöver ist der Cine-Modus hilfreich, weil du mehr Zeit zum Reagieren hast. Einen ausführlichen Vergleich findest du in unserem Ratgeber zum DJI Tripod-Modus.

Sport-Modus

Volle Geschwindigkeit, direktere Steuerung – und ein deutlich höheres Risiko. Der Sport-Modus ist für Anfänger nicht empfehlenswert. Nutze ihn erst, wenn du die Steuerung sicher beherrschst und bewusst schnell fliegen willst.

⚠️ Achtung: Im Sport-Modus ist die Hinderniserkennung bei vielen Drohnen deaktiviert – ein Steuerfehler kann direkt zum Crash führen. Wenn du wissen möchtest, wie du die Fluggeschwindigkeit deiner DJI-Drohne gezielt einstellst, findest du eine Anleitung in unserem separaten Ratgeber.

Dein Trainingsplan – vom Erstflug zum sicheren Piloten

Drohnenfliegen lernt man nicht an einem Nachmittag – aber auch nicht in Monaten. Mit einem strukturierten Trainingsplan erreichst du in überschaubarer Zeit ein Niveau, auf dem du sicher und selbstbewusst fliegst. Der folgende Plan ist in vier Phasen gegliedert. Entscheidend ist nicht, wie schnell du sie durchläufst, sondern dass du die Ziele jeder Phase wirklich erreichst, bevor du zur nächsten übergehst.

Phase 1 – Starten, Landen, Orientierung finden (erste 3–5 Flüge)

Dein erstes Ziel: Die Drohne sicher in die Luft bringen, stabil halten und kontrolliert wieder landen.

Starte auf einer offenen Wiese ohne Hindernisse, bei wenig Wind und tagsüber. Lass die Drohne auf etwa 3–5 Meter Höhe steigen und halte sie dort im Schwebeflug. Beobachte, wie sie sich verhält – bei den meisten GPS-Drohnen wird sie ihre Position fast von allein halten. Übe anschließend das kontrollierte Landen: langsam sinken und sanft aufsetzen.

Wenn Start und Landung sitzen, geh einen Schritt weiter: Drehe die Drohne bewusst mit Yaw um 90 Grad und beobachte, wie sich die Steuerrichtungen verändern. Variiere die Höhe zwischen 3 und 10 Metern. Diese Orientierungsübung ist enorm wichtig – sie bereitet dich auf die späteren Manöver vor.

Ziel der Phase: Du kannst die Drohne jederzeit sicher starten, stabil schweben lassen und kontrolliert landen. Du verstehst, wie sich die Steuerung verändert, wenn die Drohne gedreht ist.

Ausführliche Tipps für den allerersten Flug – von der Wahl des Übungsgeländes bis zur richtigen Reihenfolge der Schritte – findest du in unserem Ratgeber Tipps für den ersten Drohnenflug.

💡 Tipp: Fliege die ersten Male allein oder mit einer Person, der du vertraust. Zuschauer erzeugen Druck und lenken ab – beides braucht kein Anfänger.

Phase 2 – Grundmanöver sicher beherrschen (Flug 6–15)

Jetzt geht es um gezielte Bewegung in alle Richtungen.

Übe Geradeausflüge: vorwärts fliegen, anhalten, zurückfliegen. Dann seitwärts in beide Richtungen. Kombiniere Vorwärtsflug mit leichter Drehung (Yaw), um Kurven zu fliegen. Fliege einfache Muster – ein Quadrat oder Rechteck, bei dem du vier Punkte nacheinander anfliegst.

Variiere bewusst die Höhe: Steige auf 20 Meter, halte, sinke auf 5 Meter, halte. So bekommst du ein Gefühl für den Throttle-Stick und die Höhenkontrolle.

Wichtig in dieser Phase: Arbeite ruhig und kontrolliert. Geschwindigkeit kommt von allein, wenn die Präzision stimmt. Vermeide es, den Sport-Modus zu aktivieren – der Normal-Modus gibt dir genug Spielraum.

Ziel der Phase: Du bedienst alle vier Achsen einzeln und in einfacher Kombination sicher. Geradeausflüge, Seitwärtsbewegungen und einfache Richtungswechsel gelingen dir kontrolliert.

Phase 3 – Kombinierte Manöver und Routine (Flug 16–30)

Hier verbindest du das Gelernte zu flüssigen Bewegungen.

Kreisflug: Fliege um einen festen Punkt (zum Beispiel eine Wasserflasche oder einen Verkehrskegel). Halte dabei gleichmäßigen Abstand und eine konstante Höhe. Übe in beide Richtungen.

Übungsbeispiel: Stell eine Wasserflasche auf die Wiese und fliege sie in etwa 5 Metern Abstand gleichmäßig an – erst im Uhrzeigersinn, dann dagegen. Achte darauf, dass die Kamera immer auf die Flasche zeigt. Wenn der Kreis rund wird und die Höhe stabil bleibt, sitzt die Koordination.

Achterflug: Fliege die Drohne in einer liegenden Acht. Das trainiert die Koordination von Vorwärts-, Seitwärtsbewegung und Drehung gleichzeitig.

S-Kurven: Fliege in sanften S-förmigen Bahnen vorwärts. Das verbessert dein Gefühl für gleichzeitige Pitch- und Roll-Eingaben.

Kontrollierte Höhenwechsel während der Vorwärtsbewegung: Steige und sinke, während du vorwärts fliegst. Das kommt der Realität am nächsten – später wirst du selten nur auf einer Achse gleichzeitig steuern.

Probiere in dieser Phase auch die ersten automatischen Flugmodi deiner Drohne aus, zum Beispiel QuickShots oder Point of Interest. So lernst du, was deine Drohne automatisch kann, und kannst dich in bestimmten Situationen darauf verlassen.

Ziel der Phase: Deine Manöver sind flüssig, du denkst nicht mehr über einzelne Sticks nach. Zwei Achsen gleichzeitig zu bedienen fühlt sich natürlich an.

💡 Tipp: Wenn du schneller Fortschritte machen willst oder das Wetter nicht mitspielt, trainiere zusätzlich am Simulator. Unser Ratgeber Drohne fliegen lernen mit Flugsimulatoren zeigt dir, welche Optionen es gibt und für wen sich welcher Simulator eignet.

Phase 4 – Präzision und neue Situationen (ab Flug 30+)

Du kannst fliegen – jetzt geht es um Souveränität in unterschiedlichen Situationen.

Nose-In-Hover: Drehe die Drohne so, dass sie direkt auf dich zeigt. Versuche, sie in dieser Position stabil zu halten und gezielt zu steuern. Die „gespiegelte“ Steuerung fühlt sich anfangs seltsam an, ist aber eine der wichtigsten Übungen für sicheres Fliegen.

Neue Umgebungen: Fliege bewusst in Umgebungen, die du noch nicht kennst – leichte Bebauung, wechselnde Höhen, unterschiedliche Lichtverhältnisse. Jede neue Situation trainiert deine Aufmerksamkeit.

Leichter Wind: Bis jetzt hast du idealerweise bei wenig Wind geübt. Steigere dich zu Tagen mit leichtem Wind und beobachte, wie die Drohne reagiert und wie du gegensteuerst.

Erste bewusste Kameraführung: Schalte in den Cine-Modus und versuche, eine einfache Kamerafahrt zu fliegen – zum Beispiel langsam auf ein Motiv zu oder einen gleichmäßigen Reveal-Shot.

Ziel der Phase: Du fühlst dich in verschiedenen Situationen sicher, kannst die Drohne auch bei leichtem Wind und in unbekannter Umgebung kontrollieren und bist bereit für gezielte Foto- und Videoaufnahmen.

Typische Anfängerfehler – und wie du sie vermeidest

Manche Fehler machen fast alle Anfänger. Die gute Nachricht: Wenn du sie kennst, kannst du sie von Anfang an vermeiden.

Zu schnell zu viel wollen. Sport-Modus am ersten Tag, sofort in 100 Meter Höhe, direkt komplexe Manöver. Das endet selten gut. Halte dich an den Trainingsplan und steigere dich schrittweise.

Orientierung verlieren. Sobald die Drohne gedreht ist, fühlt sich die Steuerung „vertauscht“ an. Viele Anfänger geraten dann in Panik und drücken hektisch auf die Sticks. Besser: Sticks loslassen. Die Drohne bleibt im Normal-Modus stehen und du kannst dich neu orientieren.

Wind unterschätzen. An einem windigen Tag fühlt sich die Drohne träger an, verbraucht mehr Akku und kann in Böen abdriften. Als Anfänger solltest du bei mehr als 20 km/h Windgeschwindigkeit am Boden bleiben – auch wenn deine Drohne technisch mehr aushält. Unser Ratgeber zur maximalen Windgeschwindigkeit beim Drohnefliegen erklärt das Thema ausführlich.

Akku-Warnung ignorieren. Wenn die Drohne warnt, dass der Akku niedrig ist, solltest du landen – nicht noch schnell das letzte Foto machen. Ein erzwungenes Landen, weil der Akku leer ist, endet im besten Fall mit einem unsanften Aufsetzer und im schlechtesten Fall mit einem Verlust der Drohne.

Ohne Vorbereitung starten. Kein Blick auf die Firmware, keine Prüfung der Umgebung, kein Plan B. Ein paar Minuten Vorbereitung vor dem Start können dir viel Ärger ersparen.

Mehr dazu findest du in unseren Artikeln zu den häufigsten Fehlern im Umgang mit Drohnen und den typischen Anfängerfehlern mit DJI-Drohnen.

Deine Kurzcheckliste vor dem Flug {#kurzcheckliste}

Bevor du abhebst, geh diese Punkte kurz durch. Es dauert keine zwei Minuten und schützt dich vor den meisten vermeidbaren Problemen:

  • Akku geladen – Drohne und Controller?
  • Gimbal-Schutz entfernt?
  • Firmware und App auf dem neuesten Stand?
  • RTH-Höhe sinnvoll gesetzt – höher als das höchste Hindernis in der Umgebung?
  • Startbereich frei von Personen und Hindernissen?
  • Wind und Wetter gecheckt?

Diese Kurzcheckliste ist bewusst einfach gehalten – sie deckt ab, was du direkt am Flugort vor dem Start prüfen solltest. Wenn du deinen Drohnenflug von der Zielsetzung über Genehmigungen bis zur Nachbereitung systematisch planen willst, findest du eine ausführliche Anleitung in unserem Ratgeber Drohnenflug planen – Vorbereitung, Genehmigungen und rechtssicherer Start.

⚠️ Achtung: Starte nie ohne gültigen Versicherungsschutz. Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist in der EU gesetzlich vorgeschrieben – ähnlich wie bei einem Auto.

Sicherheit im Flug – RTH, Signalverlust und niedriger Akku

Drei Situationen solltest du verstehen, bevor du dich in die Luft traust. Nicht, weil sie häufig vorkommen – sondern weil du ruhig bleiben kannst, wenn du weißt, was passiert.

Return-to-Home (RTH)

RTH ist eine Sicherheitsfunktion, die deine Drohne automatisch zum Startpunkt zurückfliegen lässt. Sie wird ausgelöst, wenn du den RTH-Knopf auf der Fernsteuerung drückst – oder automatisch, wenn der Akku einen kritischen Stand erreicht oder die Signalverbindung abreißt.

Damit RTH zuverlässig funktioniert, muss die RTH-Höhe richtig eingestellt sein. Setze sie vor dem Flug auf eine Höhe, die über allen Hindernissen in der Umgebung liegt. Wenn du in der Nähe von Bäumen oder Gebäuden fliegst und die RTH-Höhe auf 10 Meter steht, fliegt die Drohne im Zweifel in ein Hindernis, statt darüber hinweg.

Signalverlust

Wenn die Verbindung zwischen Fernsteuerung und Drohne abreißt – zum Beispiel durch zu große Entfernung oder Funkstörungen – verhält sich die Drohne je nach Einstellung unterschiedlich: Sie löst RTH aus, schwebt an Ort und Stelle oder landet. Welches Verhalten eingestellt ist, kannst du in der App konfigurieren. Die sicherste Option für Anfänger: RTH bei Signalverlust.

Niedriger Akku

Die meisten Drohnen warnen zweistufig. Die erste Warnung ist ein Hinweis: Du solltest bald landen. Die zweite Warnung leitet ein automatisches Landen oder RTH ein – dann hast du nur noch begrenzt Einfluss. Mach es dir zur Gewohnheit, bei der ersten Warnung den Rückflug einzuleiten. Wer bis zur zweiten Warnung wartet, hat kaum noch Spielraum.

In der Praxis lohnt es sich, RTH bei einem der ersten Flüge einmal bewusst zu testen. Drücke den Knopf und beobachte, wie sich die Drohne verhält, auf welcher Höhe sie zurückfliegt und wie genau sie am Startpunkt landet. So baust du Vertrauen in die Funktion auf und weißt im Ernstfall, was passiert.

Fliegen bei unterschiedlichen Bedingungen

Wetter und Temperatur beeinflussen das Flugverhalten deiner Drohne und die Akkuleistung stärker, als viele Anfänger denken. Für die ersten Flüge gilt: Wähle windstille, trockene Tage mit ausreichend Tageslicht. Wenn du sicherer wirst, kannst du dich an anspruchsvollere Bedingungen herantasten.

Für die Details haben wir eigene Ratgeber:

Mach dich mit deiner App vertraut

Die Steuerungs-App auf deinem Smartphone oder Controller-Display ist dein wichtigstes Werkzeug neben den Sticks. Sie zeigt dir das Live-Kamerabild, Telemetriedaten wie Höhe und Entfernung, den Akkustand und alle relevanten Einstellungen – von der RTH-Höhe bis zum Flugmodus.

Nimm dir vor dem ersten Flug Zeit, dich durch die App zu klicken und die wichtigsten Menüpunkte zu finden. Wenn du eine DJI-Drohne fliegst, hilft dir unser DJI Fly App Guide dabei, die App systematisch kennenzulernen.

Vom Fliegen zum Filmen – wann du die Kamera dazunimmst

Die meisten Drohnenbesitzer wollen irgendwann Fotos und Videos aus der Luft machen – für viele ist das sogar der Hauptgrund für den Kauf. Trotzdem lohnt es sich, die Kamera anfangs bewusst zu ignorieren.

Wer gleichzeitig steuern und filmen lernt, überfordert sich: Du achtest auf den Bildausschnitt, verlierst die Orientierung und reagierst zu spät auf Hindernisse oder Wind. In Phase 1 bis 3 des Trainingsplans sollte der Fokus deshalb rein auf der Steuerung liegen.

Ab Phase 4, wenn die Steuerung in Fleisch und Blut übergegangen ist, kannst du den Cine-Modus aktivieren und erste Kamerafahrten üben. Der Cine-Modus verlangsamt die Drohne so stark, dass du genug Aufmerksamkeit für Bildkomposition und Steuerung gleichzeitig hast.

Wenn du tiefer einsteigen willst: Unser Ratgeber zu Farbprofilen wie D-Cinelike und D-Log erklärt die Grundlagen der Videoeinstellungen. Und in unserem Artikel Drohne als Steadycam nutzen zeigen wir, wie du das Gimbal für besonders ruhige Aufnahmen einsetzt. Auch das Thema Speicherplatz für Drohnenaufnahmen solltest du frühzeitig auf dem Schirm haben.

Weiterlernen – Simulator, Kurse, Bücher und Community

Das Fliegen selbst lernst du draußen – aber es gibt einige Ressourcen, die den Lernprozess beschleunigen und vertiefen.

Flugsimulator: Am Simulator kannst du Manöver üben, ohne deine Drohne zu riskieren. Besonders für die Anfangsphase und bei schlechtem Wetter eine gute Ergänzung. Welche Simulatoren es gibt und welcher zu deiner Drohne passt, erfährst du in unserem Ratgeber zu Drohnen-Flugsimulatoren.

Bücher und Kurse: Wer lieber strukturiert lernt, findet in Büchern und Online-Kursen eine hilfreiche Ergänzung zur Praxis. Unsere Buchempfehlungen für Drohnenpiloten sind ein guter Startpunkt.

Community: Der Austausch mit anderen Piloten hilft enorm – gerade am Anfang. Im skyzr Forum findest du eine aktive Community, in der du Fragen stellen, Erfahrungen teilen und von den Fehlern anderer lernen kannst.

Motivation: Es ist normal, dass die Begeisterung nach den ersten Wochen etwas nachlässt. Unser Artikel So bleibst du als Drohnenpilot motiviert zeigt dir, wie du langfristig dranbleibst.

Zusammenfassung

  • Eine Drohne steuert sich über vier Achsen: Throttle, Yaw, Pitch und Roll. Wer diese versteht, hat die Basis
  • Zum Lernen immer im Normal-Modus fliegen – Sport-Modus ist erst später sinnvoll
  • Ein strukturierter Trainingsplan in vier Phasen bringt dich vom Erstflug zum sicheren Piloten
  • Die häufigsten Fehler (zu schnell, Orientierung verloren, Akku ignoriert) lassen sich mit Geduld und Vorbereitung vermeiden
  • RTH und Akku-Management gehören zum Pflichtprogramm, bevor du dich in größere Entfernungen wagst
  • Erst sicher fliegen, dann filmen – der Cine-Modus erleichtert den Übergang

FAQ zum Thema Drohne fliegen lernen

Ist es schwer, eine Drohne zu fliegen?

Moderne GPS-Drohnen im Normal-Modus sind erstaunlich einfach zu steuern – sie halten ihre Position selbstständig und verzeihen kleine Fehler. Die Herausforderung liegt weniger im einzelnen Manöver als in der Kombination: gleichzeitig steuern, Orientierung behalten und auf die Umgebung achten. Mit regelmäßiger Übung wird das aber schnell zur Routine.

Wie lange dauert es, bis man sicher fliegen kann?

Das hängt davon ab, wie oft du übst. Wer zwei- bis dreimal pro Woche fliegt, erreicht nach etwa 20–30 Flügen ein solides Grundniveau. Dann sitzt die Steuerung, die Orientierung fällt leichter und du kannst anfangen, dich auf Kameraführung oder anspruchsvollere Manöver zu konzentrieren.

Brauche ich einen Führerschein zum Drohnefliegen?

Das hängt vom Gewicht und der Klasse deiner Drohne ab. Für die meisten Drohnen ab 250 Gramm ist mindestens der EU-Kompetenznachweis A1/A3 erforderlich – eine Online-Prüfung beim Luftfahrt-Bundesamt. Alle Details findest du in unserem Ratgeber zum EU-Drohnenführerschein.

Kann ich das Fliegen am Simulator lernen?

Ein Simulator ist eine hervorragende Ergänzung – besonders um das Muskelgedächtnis für die Sticks aufzubauen, ohne deine echte Drohne zu riskieren. Ersetzen kann er die echte Flugerfahrung nicht, weil Wind, Lichtverhältnisse und die Nervosität beim echten Flug fehlen. Aber als Vorbereitung und für Schlechtwetter-Tage lohnt er sich.

Was tun, wenn die Drohne nicht reagiert oder der Akku leer wird?

Bei Signalverlust tritt in der Regel die voreingestellte Sicherheitsfunktion in Kraft – meistens Return-to-Home. Bei kritischem Akkustand leitet die Drohne automatisch eine Landung oder den Rückflug ein. Das Wichtigste: Nicht in Panik geraten. Lass die Drohne ihre Sicherheitsfunktion ausführen und greife erst ein, wenn du weißt, was du tust.

Wo darf ich als Anfänger am besten üben?

Ideal sind offene Wiesen oder Felder abseits von Wohngebieten, Straßen und Menschenansammlungen. Achte darauf, dass du dich nicht in einer Flugverbotszone befindest. Unser Ratgeber zur Drohnenflugplanung erklärt, wie du geeignete Fluggebiete findest und prüfst.

Nächste Schritte

Du hast jetzt alles, was du brauchst, um sicher mit dem Drohnenfliegen zu starten. Dein nächster Schritt: Lies unsere Tipps für den ersten Drohnenflug – dort erfährst du im Detail, worauf du bei deinem allerersten Flug achten solltest. Und wenn du Fragen hast oder deine Erfahrungen teilen willst, komm in unser Drohnen-Forum – dort helfen dir erfahrene Piloten gerne weiter.

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Mein Name ist Dimitri Wolf, ich arbeite als Plattform- und Content-Manager bei skyzr und beschäftige mich seit 2016 mit Drohnen. Mit meinen Beiträgen möchte ich dir helfen, die teils komplexen Themen rund um Drohnen besser zu verstehen und dein Wissen und Können zu erweitern, damit du es praktisch anwenden kannst.
Ein Kommentar
  • Das ist eine äusserst wertvolle Seite, die eine Vielzahl hilfreicher Tipps für Drohnenaufnahmen bietet und sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen nützliche Anregungen liefert.

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