Drohne in Innenräumen fliegen – Tipps für Indoor Flüge

Gerade bei kleinen Drohnen neigt man gerne dazu sie auch in Innenräumen fliegen lassen zu wollen. Doch ist das so einfach möglich? Worauf sollte man dabei achten und klappt das so gut? Wir fassen einige wichtige Punkte, Tipps und Tricks zusammen.
Vor allem Besitzer kleinerer Drohnen möchten diese gerne auch in Innenräumen, wie der eigenen Wohnung, im Unternehmen oder in den Räumlichkeiten eines Kunden fliegen lassen. Wer das mit seiner Drohne vorhat, sollte aber einige Punkte wissen und beachten. Wir fassen sie für dich zusammen.
Drohne in Innenräumen fliegen – möglich oder nicht?
Grundsätzlich ist das Fliegen von Drohnen in Innenräumen möglich.
Wie gut das klappt, hängt jedoch vom vorhandenen Platz, der Drohne und dem eigenen Können ab.
Eine gute Nachricht gibt es jedoch bereits vorab. Diese betrifft die Gesetze rund um Indoor Drohnenflüge.
Wichtige Faktoren von Indoor Drohnenflüge
Drohnenregeln in Innenräumen außer Kraft
Bei Fliegen von Drohnen in Innenräumen gelten nämlich keine besonderen Regelungen den Flug betreffend, da es sich hierbei nicht um einen Luftraum handelt.
Das heißt: auch die EU Drohnenverordnung hat in Innenräumen keine Gültigkeit.
In Innenräumen ist man also frei von den Gesetzen der Luftfahrt. Es können je nach Umgebungen natürlich andere Regelungen rund um Mitarbeiterschutz, Datenschutz, etc. gelten.
Größe der Drohne entscheidend
Die Größe der Drohne ist ein entscheidender Faktor für das Fliegen in Innenräumen. Je größer die Drohne, desto mehr muss man aufpassen, dass diese nicht mit Hindernissen kollidiert. Kleine Drohne sind hier also die bessere Wahl.
GPS als Störfaktor
Moderne Drohnen setzen neben einem auf optische Sensoren basierenden System in der Regel auch auf GPS um die aktuelle Position zu halten und die Drohne damit auf der Stelle schweben zu lassen. In vielen Innenräumen wird man jedoch nur ein schwaches oder gar kein GPS Signal haben. Je nach Drohnenmodell gibt es dabei auch eine Warnung in der jeweiligen App, die darauf hinweist und vor dem Flug aus Sicherheitsgründen bestätigt werden muss.
Der Drohnenflug ist ohne GPS deutlich schwieriger als mit. Als Drohnenpilot muss man nämlich selbst dafür sorgen, dass die Drohne ihre Position hält und nicht abdriftet. Die optischen Sensoren können das je nach Drohnenmodell und Lichtverhältnissen noch recht gut ausgleichen, liefern aber auch keine Garantie. Es ist also erhöhte Aufmerksamkeit bei Indoor Flügen erforderlich.
Im schlimmsten Fall kann die Drohne bereits nach dem Abheben in eine Richtung wegdriften und dabei schnell auf Hindernisse stoßen.
Man sollte daher geübt im manuellen Flug der Drohne sein (ohne GPS Signal oder optische Sensoren). Üben sollte man dafür aber erstmal draußen oder in Innenräumen mit ausreichend Platz.
Tipps für Drohnen Indoor Flüge
Damit der Indoor Flug reibungslos verläuft, solltest du auf folgende Tipps achten.
Return-to-Home Funktion deaktivieren
Die oft als Retrun-to-Home (RTH) bezeichnete Rückkehrfunktion einer Drohne sollte in Innenräumen ebenfalls deaktiviert werden. Sie sorgt dafür, dass die Drohne bei Verbindungsabbruch oder schwachem Akku selbstständig zum Startpunkt zurückfliegt. Dabei steigt sie auf eine vorher festgelegte Höhe. Diese Höhe wird sie in den meisten Innenräumen aber nicht erreichen können und im schlimmsten Fall gegen die Decke fliegen und abstürzen. Schaltet die RTH-Funtkion daher besser gleich ab.
Hinderniserkennung beobachten
Besonders besser ausgestattete Drohnen besitzen auch eine Hinderniserkennung. An welchen Seiten der Drohne variiert dabei von Modell zu Modell. Diese Hinderniserkennung kann bei Flügen in Innenräumen sowohl hilfreich als auch hinderlich sein.
Sie ist eher für Flüge im Freien ausgelegt und reagiert daher schon auf eine ausreichende Distanz zu einem Objekt (Gegenstände, Wände, Personen, etc.). In zu engen Innenräumen kann es also vorkommen, dass man nicht viel Spielraum beim Flug hat.
Ob man die Hinderniserkennung daher aktiviert lässt oder sie lieber ausschalten sollte, kommt auf die Räumlichkeiten an. Man sollte sich nur bewusst sein, dass man bei deaktivierter oder nicht vorhandener Hinderniserkennung nochmals vorsichtiger sein muss.
Automatische Flugmodi vermeiden
Auch auf die Nutzung von automatischen Flugmodi sollte in Innenräumen verzichtet werden. Sie sind ebenfalls für weitere Flächen ausgelegt und stoßen in Innenräumen schnell an ihre Grenzen. Eine sinnvolle Nutzung ist hier kaum möglich. Die Gefahr eines Unfalls ist damit zu groß. Verlasse dich also lieber ganz auf dein eigenes Können und lerne die Drohne richtig zu steuern.
Personen meiden
Gerade in Innenräumen in denen man sich nicht alleine aufhält sollte man Personen auf den Drohnenflug aufmerksam machen und diese beim Flug auch meiden. Gerade wenn Kinder sich in der Nähe aufhalten sollte man den Drohnenflug abwägen um das Verletzungsrisiko zu reduzieren.
Drohnen Empfehlung für Indoorflüge
Für Indoorflüge eignen sich oft FPV-Drohnen. Sie sind meist kleiner, wendiger und können durch die FPV-Brille präzise gesteuert werden. Die Steuerung von FPV Drohnen setzt oft jedoch mehr Übung voraus als die Steuerung herkömmlicher Drohnen.
Nützliches Zubehör für Drohnenflüge in Innenräumen
Das wohl praktischste Zubehör für Drohnenflüge in Innenräumen sind Propellerschützer. Mit einem solchen Schutz werden die Propeller vor Zusammenstößen mit Hindernissen geschützt. Das ist hilfreich, da Drohnen in der Regel schnell abstürzen, wenn ihre Propeller auf ein Hindernis stoßen. Darüber hinaus schützt ein Rundum-Propellerschutz aber auch Personen vor den sich schnell drehenden Rotoren.
Zusammenfassung
Das fliegen von Drohnen ist auch in Innenräumen grundsätzlich möglich. Wie gut das klappt hängt maßgeblich vom eigenen Fluggeschick mit der Drohne ab. Zusätzliche Funktionen der Drohne wie optische Sichtsysteme oder auch Zubehör wie Propellerschützer können den Indoor Flug erleichtern und sicherer machen. Unsere Tipps aus diesem Artikel können dabei helfen häufige Probleme zu vermeiden. Dann heißt es wie so immer: üben, üben und nochmals üben.
Drohnenflug im Innenraum FAQ
In der Regel ja. Dabei sollten aber einige Punkte beachtet werden auf die wir im Artikel näher eingehen.
Ausreichend Fluggeschick wird vorausgesetzt, optische Sensoren an der Drohne von Vorteil, RTH deaktivieren und auf Personen achten. Dazu gibt es noch nützliches Zubehör. Alle Informationen gibt es im Artikel.
Es kommt zwar auf das genaue Einsatzszenario an, wir empfehlen aber die DJI Avata inklusive FPV Videobrille für entspannte und actionreiche Indoorflüge. Infos im Artikel.
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