Du stehst vor einer riesigen Auswahl an Drohnen – hunderte Modelle, dutzende Hersteller, Preise von 50 Euro bis weit über 10.000 Euro. Allein bei DJI, dem mit Abstand beliebtesten Hersteller, gibt es mehrere Modellreihen für unterschiedliche Ansprüche. Dazu kommen gesetzliche Vorgaben, Drohnenklassen und technische Begriffe, die den Einstieg nicht gerade einfacher machen. Dieser Ratgeber hilft dir, Schritt für Schritt die passende Drohne für deine Anforderungen zu finden.
Das musst du wissen
- Der Einsatzzweck entscheidet, welche Drohne zu dir passt – kläre zuerst, was du mit der Drohne vorhast.
- Die Drohnenklasse (C0–C4) bestimmt, wo und wie du fliegen darfst, und ist eines der wichtigsten Kaufkriterien.
- Bildqualität hängt vor allem von der Sensorgröße ab, nicht nur von der Auflösung.
- Plane dein Budget realistisch: Neben der Drohne fallen Kosten für Versicherung, Zubehör und ggf. einen Führerschein an.
- Nutze unsere interaktive Kaufberatung weiter unten, um schnell eine passende Empfehlung zu erhalten.
Dieser Ratgeber richtet sich an alle, die eine Drohne kaufen möchten – egal ob du dein erstes Modell suchst, von einer älteren Drohne umsteigst oder gezielt verschiedene Optionen vergleichen willst.
Interaktive Drohnen-Kaufberatung
Mit unserem interaktiven Online-Kaufberater findest du in wenigen Schritten eine passende Drohne für dich. Wähle die gewünschten Eigenschaften aus und erhalte eine übersichtliche Kaufempfehlung. Im Anschluss erklären wir dir alle Kaufkriterien im Detail, damit du die Empfehlung besser einordnen und eine fundierte Entscheidung treffen kannst.
Finde die Drohne die wirklich zu dir passt.
Einsatzzweck – Wofür willst du deine Drohne nutzen?
Die wichtigste Frage vor dem Kauf: Was hast du mit deiner Drohne vor?
Der Einsatzzweck bestimmt, welche Funktionen du brauchst und welche Modelle in Frage kommen. Ein paar Orientierungsfragen helfen dir bei der Einordnung:
- Willst du vor allem Fotos und Videos für Social Media oder private Erinnerungen machen? Dann reicht eine kompakte Drohne mit guter Kamera und automatischen Aufnahmemodi.
- Brauchst du professionelle Bildqualität für Kundenprojekte, Filmproduktionen oder Nachbearbeitung? Dann solltest du auf einen großen Bildsensor, RAW-Format und erweiterte Videomodi achten.
- Soll die Drohne vor allem klein und reisetauglich sein? Mini-Drohnen unter 250 Gramm sind hier die richtige Wahl.
- Willst du mit der Drohne Geld verdienen, etwa mit Immobilienaufnahmen oder Inspektionen? Dann spielen Zuverlässigkeit, Bildqualität und die Drohnenklasse eine besonders große Rolle.
In diesem Ratgeber konzentrieren wir uns auf den Markt der Einsteiger- und Fortgeschrittenen-Drohnen und lassen Spezialdrohnen, wie etwa Modelle für die Landwirtschaft oder industrielle Inspektionsdrohnen, außen vor.
Je klarer du deinen Einsatzzweck definierst, desto gezielter kannst du die folgenden Kaufkriterien bewerten und Modelle ausschließen, die nicht zu dir passen.
Budget – Wie viel kostet eine gute Drohne?
Wie immer bei Technik gibt es nach oben kaum Grenzen. Die Preisspanne reicht von einfachen Spielzeugdrohnen unter 50 Euro bis zu Profi-Modellen für die Filmbranche ab 15.000 Euro. Für die meisten Einsteiger und Fortgeschrittenen bewegen sich sinnvolle Drohnen in einem Bereich zwischen 300 und 3.000 Euro.
Eine grobe Orientierung:
- Unter 200 Euro: Kleine Drohnen zum Ausprobieren, eingeschränkte Kameraqualität und Flugstabilität. Gut für erste Erfahrungen, aber nicht für ernsthafte Aufnahmen geeignet.
- 200 bis 500 Euro: Solide Einstiegsmodelle mit brauchbarer Kamera und GPS. Für Hobby und Urlaub eine gute Wahl.
- 500 bis 1.000 Euro: Hier findest du sehr gute Drohnen mit hochwertigen Kameras, langer Flugzeit und umfangreichen Funktionen. In diesem Segment liegen die beliebtesten Modelle für ambitionierte Einsteiger.
- 1.000 bis 3.000 Euro: Prosumer- und Profi-Drohnen mit großen Sensoren, mehreren Kameras, langen Flugzeiten und professionellen Videoformaten.
- Über 3.000 Euro: Spezialisierte Profi-Drohnen für Film, Inspektion oder Vermessung.
💡 Tipp: Plane dein Budget nicht nur für die Drohne selbst. Eine Haftpflichtversicherung (ab ca. 30 Euro pro Jahr), zusätzliche Akkus und ggf. eine Speicherkarte kommen hinzu. Rechne mit 50 bis 150 Euro an zusätzlichen Kosten, je nach Modell und Zubehör.
Unsere Artikel zu den unterschiedlichen Preisklassen helfen dir, die Auswahl weiter einzuschränken:
Drohnenklassen – Warum die Klasse beim Kauf entscheidend ist
Seit 2024 müssen alle neu auf den Markt gebrachten Drohnen eine sogenannte Drohnenklasse (C0 bis C4) tragen. Diese Klassifizierung hat direkten Einfluss darauf, wo und wie du deine Drohne fliegen darfst – und ist damit eines der wichtigsten Kaufkriterien.
Die für Einsteiger und Fortgeschrittene relevantesten Klassen im Überblick:
- C0 (unter 250 g): Die flexibelste Klasse. Kein Fernpilotenschein erforderlich. Fliegen in der Unterkategorie A1 erlaubt, also auch in der Nähe von (aber nicht über) Menschen. Beispiel: DJI Mini 5 Pro.
- C1 (unter 900 g): EU-Kompetenznachweis A1/A3 erforderlich. Fliegen in A1 erlaubt, aber nicht über Menschenansammlungen. Die Drohne muss über Fernidentifikation (Remote-ID) verfügen.
- C2 (unter 4 kg): EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 erforderlich. Fliegen in A2 erlaubt, also mit reduziertem Abstand zu Menschen (mindestens 30 m, im Langsamflugmodus 5 m). Beispiel: DJI Mavic 4 Pro.
Ältere Drohnen, die vor dem 1. Januar 2024 verkauft wurden und keine Drohnenklasse tragen, gelten als Bestandsdrohnen. Für sie gelten eingeschränkte Regeln: Modelle unter 250 Gramm dürfen weiterhin in der Unterkategorie A1 fliegen. Bestandsdrohnen über 250 Gramm sind seit 2024 nur noch in der Unterkategorie A3 erlaubt – das bedeutet mindestens 150 Meter Abstand zu Wohngebieten, Gewerbegebieten und Erholungsgebieten.
⚠️ Fehler vermeiden: Viele Einsteiger unterschätzen die Bedeutung der Drohnenklasse. Wer eine Bestandsdrohne über 250 Gramm kauft (etwa gebraucht), kann damit nur noch eingeschränkt in A3 fliegen – auch mit dem A2-Fernpiloten-Zeugnis. Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass die Drohne eine aktuelle Drohnenklasse (C0, C1 oder C2) trägt.
Alle Details zu den Drohnenklassen, Führerscheinen und Flugregeln findest du in unserem umfassenden Ratgeber zur EU-Drohnenverordnung.
Kamera und Bildqualität
Für die meisten Käufer ist die Kamera das entscheidende Kriterium. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen, die gemeinsam die Bildqualität bestimmen.
Sensorgröße
Die Sensorgröße hat den größten Einfluss auf die Bildqualität – mehr noch als die reine Auflösung in Megapixeln. Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein, liefert schärfere Bilder bei schwachen Lichtverhältnissen und bietet mehr Spielraum bei der Nachbearbeitung.
Gängige Sensorgrößen bei aktuellen Drohnen:
- 1/2,3 Zoll: Einstiegsklasse, bei Tageslicht ordentlich, Schwächen bei wenig Licht.
- 1/1,3 Zoll: Guter Mittelweg, deutlich bessere Low-Light-Leistung.
- 1 Zoll: Sehr gute Bildqualität, seit der DJI Mini 5 Pro auch in kompakten Drohnen unter 250 Gramm verfügbar.
- 4/3 Zoll und größer: Professionelle Bildqualität, wie sie etwa in der DJI Mavic 4 Pro mit Hasselblad-Kamera steckt.
Videoauflösung und Bildrate
4K-Auflösung bei 30 fps ist mittlerweile Standard und für die meisten Einsatzzwecke völlig ausreichend. Wer Zeitlupen drehen oder professionell nachbearbeiten möchte, sollte auf 4K bei 60 fps oder höher achten. Aktuelle Top-Modelle wie die DJI Mavic 4 Pro bieten sogar 6K-Auflösung.
Alles unter Full HD (1080p) eignet sich nur noch als Spielzeug.
Bildformate für die Nachbearbeitung
Wenn du deine Drohnenfotos nachbearbeiten möchtest, achte darauf, dass die Drohne das RAW/DNG-Format unterstützt. Im Vergleich zum JPEG-Format liefert RAW eine unkomprimierte, unbearbeitete Ausgabe des Bildes. Damit lassen sich Belichtung, Weißabgleich und Farben nachträglich deutlich flexibler anpassen.
Gimbal – Mechanische Bildstabilisierung
Das Gimbal ist eine mechanische Aufhängung, die die Kamera auf mehreren Achsen ausbalanciert und auch bei unruhigen Flügen für ein stabiles Bild sorgt. Ein 3-Achsen-Gimbal ist heute Standard bei allen ernstzunehmenden Drohnen. Modelle ohne Gimbal oder nur mit digitaler Stabilisierung liefern deutlich schlechtere Ergebnisse – verwischte Bilder und unruhige Videos sind die Folge.
Neuere Drohnen wie die DJI Mavic 4 Pro gehen noch einen Schritt weiter: Ihr sogenannter Infinity-Gimbal erlaubt eine 360-Grad-Rotation und Aufnahmen nach oben, was bisher nur bei deutlich teureren Spezialdrohnen möglich war.
Wichtige Funktionen und Sicherheitsfeatures
Der Funktionsumfang einer Drohne beeinflusst nicht nur den Spaß beim Fliegen, sondern auch die Sicherheit und die Qualität deiner Aufnahmen.
Stabiler Flug und Positionshaltung
Damit eine Drohne selbstständig ihre Position halten kann, braucht sie mindestens GPS-Unterstützung (ergänzt durch GLONASS, Galileo oder BeiDou) und ein ausgereiftes Flugkontrollsystem. Im Idealfall kommen zusätzliche Sensoren an der Unterseite zum Einsatz, die auch in niedriger Höhe oder bei schwachem GPS-Signal für Stabilität sorgen.
Günstige Drohnen verzichten oft auf diese Systeme. Sie sind dadurch schwerer zu steuern und erfordern ein gewisses Maß an Fluggeschick, um Unfälle zu vermeiden. Je leichter der Einstieg sein soll, desto mehr Stabilisierungssysteme sollte die Drohne bieten.
Hinderniserkennung und Kollisionsvermeidung
Viele aktuelle Drohnen verfügen über Sensoren an mehreren Seiten, die Hindernisse erkennen und die Drohne automatisch stoppen oder ausweichen lassen. Es gibt hier große Unterschiede: Manche Modelle erkennen Hindernisse nur nach vorne und unten, während omnidirektionale Systeme aus allen Richtungen schützen. Für Anfänger ist eine möglichst umfassende Hinderniserkennung besonders wertvoll.
Aktuelle Top-Modelle wie die DJI Mini 5 Pro nutzen zusätzlich LiDAR-Sensoren, die selbst bei sehr schlechten Lichtverhältnissen (unter 1 Lux) Hindernisse zuverlässig erkennen.
Return-to-Home (RTH)
Die Return-to-Home-Funktion sorgt dafür, dass deine Drohne sich den Startpunkt merkt und bei Verbindungsverlust, niedrigem Akkustand oder auf Knopfdruck selbstständig dorthin zurückfliegt. Diese Funktion gehört bei allen ernstzunehmenden Drohnen zum Standard und ist in bestimmten Flugszenarien gemäß der EU-Drohnenverordnung sogar Pflicht.
Flug- und Aufnahmemodi
Automatisierte Flugmodi ermöglichen es, filmreife Aufnahmen zu erstellen, ohne dabei die Steuerung permanent manuell übernehmen zu müssen. DJI fasst solche Funktionen beispielsweise unter Bezeichnungen wie ActiveTrack, QuickShots oder MasterShots zusammen. Solche Modi helfen Anfängern, schnell zu guten Ergebnissen zu kommen, und vereinfachen auch für erfahrene Piloten wiederkehrende Aufnahmen.
Flugzeit, Reichweite und Videoübertragung
Flugzeit – Herstellerangabe vs. Praxis
Bei der Flugzeit gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Drohnenmodellen. Werte zwischen 25 und 35 Minuten pro Akku sind gut, aktuelle Top-Modelle erreichen unter Idealbedingungen sogar 51 bis 52 Minuten (z. B. DJI Mavic 4 Pro mit 51 Minuten, DJI Mini 5 Pro mit 52 Minuten).
In der Praxis erreichst du allerdings nur etwa 60 bis 70 Prozent der vom Hersteller angegebenen Flugzeit. Bei aktivierter 4K-Aufnahme, Tracking-Modus oder Wind verkürzt sich die Flugzeit spürbar. Ein Modell mit 36 Minuten Herstellerangabe liefert im Alltag realistisch 20 bis 25 Minuten. Das ist ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung und ein Grund, warum sich zusätzliche Akkus (oder Fly-More-Combos) fast immer lohnen.
Reichweite und Videoübertragung
Auch wenn du in der offenen Kategorie immer auf Sicht fliegen musst und die gesetzliche Flughöhe bei 120 Metern liegt, ist die technische Reichweite trotzdem ein relevantes Kaufkriterium. Je höher die angegebene Reichweite, desto stabiler und störungsfreier ist in der Regel das Signal zwischen Drohne und Fernsteuerung – auch auf kürzeren Distanzen.
Aktuelle Übertragungssysteme wie DJI O4+ bieten unter idealen Bedingungen Reichweiten von bis zu 20 km (CE-Standard in Europa). In der Praxis wirst du diese Werte nicht ausreizen, aber die Signalstabilität profitiert davon.
Achte beim Kauf auch auf die Qualität der Livebild-Übertragung (FPV). Die Auflösung des Livebildes auf der Fernsteuerung oder deinem Smartphone hilft dir, den Bildausschnitt präzise zu kontrollieren. Hochwertige Drohnen übertragen das Livebild in 1080p oder höher mit geringer Verzögerung.
Fernsteuerung und Steuerungskomfort
Die Fernsteuerung beeinflusst das Flugerlebnis erheblich. Bei vielen aktuellen Drohnen gibt es verschiedene Controller-Optionen:
- Controller ohne Bildschirm (z. B. DJI RC-N3): Dein Smartphone wird als Bildschirm verwendet und in die Fernsteuerung eingeklemmt. Günstiger, aber du bist auf die Helligkeit und Akkulaufzeit deines Smartphones angewiesen.
- Controller mit integriertem Bildschirm (z. B. DJI RC 2): Heller, sonnenlichtlesbarer Bildschirm direkt in der Fernsteuerung. Du brauchst kein Smartphone und bist sofort startbereit. Der Aufpreis lohnt sich in der Praxis fast immer.
Sehr günstige Drohnen bieten manchmal nur eine reine Smartphone-Steuerung ohne physische Joysticks. Damit leidet die Präzision bei der Steuerung extrem. Solche Modelle eignen sich lediglich als Spielerei, aber nicht um damit ernsthaft zu fliegen und aufzunehmen.
Bei Drohnen über 100 Euro ist eine vollwertige Fernsteuerung mit Joysticks in der Regel enthalten.

Gewicht und Transportfähigkeit
Das Gewicht einer Drohne hat zwei wichtige Auswirkungen: Es bestimmt zum einen die gesetzlichen Auflagen (siehe Drohnenklassen), zum anderen die Mobilität.
Es gilt: Je leichter die Drohne, desto geringer die regulatorischen Auflagen. Drohnen unter 250 Gramm (Drohnenklasse C0) bieten die meisten Freiheiten. Je mehr Funktionen und je besser die Kamera, desto größer und schwerer wird die Drohne allerdings in der Regel.
Die meisten aktuellen Drohnenmodelle für Einsteiger und Fortgeschrittene liegen zwischen 249 Gramm (z. B. DJI Mini 5 Pro) und ca. 1.060 Gramm (z. B. DJI Mavic 4 Pro). Faltbare Designs sind heute Standard und machen auch größere Modelle transportabel.
Wenn du deine Drohne hauptsächlich auf Reisen nutzen möchtest, ist eine Mini-Drohne unter 250 Gramm ideal. Sie passt in jede Tasche und unterliegt den wenigsten Einschränkungen.
Zubehör und Fly-More-Combos
Beim Kauf einer Drohne solltest du das Zubehör nicht vergessen. Viele Hersteller bieten sogenannte Fly-More-Combos an – Pakete, die neben der Drohne und der Fernsteuerung zusätzliche Akkus, eine Ladestation und oft eine Transporttasche enthalten.
💡 Tipp: Fly-More-Combos lohnen sich fast immer. Zusätzliche Akkus verlängern deine Flugzeit erheblich und sind im Bundle deutlich günstiger als einzeln gekauft. Wer ernsthaft fliegen und aufnehmen möchte, wird mit einem einzelnen Akku schnell an Grenzen stoßen.
Weiteres sinnvolles Zubehör je nach Einsatzzweck:
- ND-Filter: Reduzieren den Lichteinfall und ermöglichen filmischere Aufnahmen mit Bewegungsunschärfe.
- Ersatzpropeller: Gehören in jede Flugtasche, da Propeller bei kleineren Unfällen schnell beschädigt werden.
- Landepad: Schützt die Drohne beim Start und bei der Landung auf unebenen oder staubigen Flächen.
- microSD-Karte: Manche Drohnen bieten internen Speicher (z. B. die DJI Mini 5 Pro mit 42 GB), bei anderen brauchst du eine schnelle microSD-Karte. Achte auf die Geschwindigkeitsklasse V30 oder schneller für 4K-Aufnahmen.
Drohnenmarkt 2026 – Aktuelle Modelle im Überblick
Der Drohnenmarkt wird nach wie vor klar von DJI dominiert – rund 80 Prozent der Drohnenpiloten im DACH-Raum fliegen mit einem DJI-Modell. Daneben gibt es mit Autel Robotics einen ernstzunehmenden Konkurrenten, vor allem im Bereich der kompakten Kameradrohnen.
Die wichtigsten aktuellen Modellreihen für Einsteiger und Fortgeschrittene:
DJI Mini-Serie (unter 250 g, Klasse C0): Die Mini-Serie richtet sich an Einsteiger und Reisende, die maximale Flexibilität bei minimalen gesetzlichen Auflagen wollen. Das aktuelle Flaggschiff ist die DJI Mini 5 Pro mit 1-Zoll-Sensor, 4K/60fps HDR-Video, LiDAR-Hinderniserkennung und bis zu 52 Minuten Flugzeit. Sie bietet ein Niveau an Bildqualität und Funktionen, das bisher nur in schwereren und teureren Drohnen zu finden war.
DJI Air-Serie (Klasse C1): Die Air-Serie positioniert sich zwischen der Mini- und der Mavic-Reihe. Sie bietet eine Doppelkamera, gute Bildqualität und solide Flugperformance in einem kompakten Gehäuse. Ideal für ambitionierte Hobbypiloten, die mehr wollen als die Mini-Serie, aber keine Profi-Drohne brauchen.
DJI Mavic-Serie (Klasse C2): Die Mavic-Reihe ist DJIs Profi-Segment. Die aktuelle DJI Mavic 4 Pro bietet ein Triple-Kamerasystem mit Hasselblad-Hauptkamera (4/3-Zoll-Sensor, 100 MP), 6K-HDR-Video, einen 360-Grad-Infinity-Gimbal und bis zu 51 Minuten Flugzeit. Sie richtet sich an professionelle Filmemacher, Fotografen und ambitionierte Hobbyisten mit höchsten Ansprüchen.
DJI Neo-Serie: Kompakte, günstige Mini-Drohnen für den schnellen Einstieg, teilweise ohne Controller steuerbar. Gut als Einstieg oder für spontane Aufnahmen, aber mit begrenzter Bildqualität und Funktionsumfang.
Welche Drohne passt zu wem? In unserem Vergleich der besten Drohnen für Anfänger stellen wir die beliebtesten Einstiegsmodelle detailliert gegenüber. Unsere Topliste der besten Drohnen bietet zusätzlich einen umfassenden Überblick über alle Preisklassen.
Das musst du nach dem Kauf erledigen
Bevor du zum ersten Mal abheben darfst, gibt es einige Pflichtschritte. Diese gelten für alle Drohnen mit Kamera, auch für Modelle unter 250 Gramm:
1. Haftpflichtversicherung abschließen: In Deutschland ist eine Drohnen-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben – ähnlich wie bei einem Auto. Die Kosten liegen bei etwa 30 bis 80 Euro pro Jahr. Ohne Versicherung darfst du nicht fliegen. Alle Details und unsere Empfehlung für Einsteiger findest du in unserem Ratgeber zur Drohnen-Haftpflichtversicherung.
2. Als Betreiber registrieren: Du musst dich beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als UAS-Betreiber registrieren. Dabei erhältst du eine sogenannte eID (elektronische Identifikation), die du dauerhaft sichtbar an deiner Drohne anbringen musst – beispielsweise als kleiner Aufkleber.
3. EU-Kompetenznachweis erwerben (falls erforderlich): Für Drohnen der Klasse C1 und höher benötigst du mindestens den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Dieser wird online über das LBA-Portal absolviert und umfasst einen Theorietest. Für Drohnen der Klasse C2 ist zusätzlich das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 erforderlich. Drohnen der Klasse C0 (unter 250 g) erfordern keinen Führerschein, die Registrierung und Versicherung bleiben aber Pflicht.
4. Mit den Regeln vertraut machen: Die EU-Drohnenverordnung regelt seit 2021 einheitlich den Betrieb von Drohnen in der EU. Mache dich mit den Grundlagen vertraut – insbesondere mit den Flughöhenbeschränkungen (max. 120 m), den Abstandsregeln und den Flugverbotszonen. DIPUL (die offizielle Karte des Bundesaufsichtsamts für Flugsicherung) ist die verbindliche Quelle für Flugbeschränkungszonen in Deutschland. Unser Ratgeber zur EU-Drohnenverordnung fasst alle wichtigen Regeln für dich zusammen.
Zusammenfassung
- Einsatzzweck zuerst klären: Was du mit der Drohne vorhast, bestimmt, welches Modell das richtige für dich ist.
- Drohnenklasse beachten: C0-Drohnen unter 250 Gramm bieten die meisten Freiheiten und brauchen keinen Führerschein. Ab C1 gelten zusätzliche Anforderungen.
- Sensorgröße vor Megapixel: Bei der Kamera zählt der Sensor mehr als die Auflösung allein.
- Realistisches Budget planen: Rechne neben dem Drohnenpreis auch mit Versicherung, Zubehör und ggf. Führerscheinkosten.
- Fly-More-Combo wählen: Zusätzliche Akkus lohnen sich in der Praxis fast immer.
- Nach dem Kauf Pflichten erledigen: Versicherung, Registrierung und eID-Anbringung sind Pflicht, bevor du den ersten Flug starten darfst.
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FAQ zum Thema Drohne kaufen
Die DJI Mini 5 Pro bietet aktuell eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse. Mit ihrem 1-Zoll-Sensor, 4K/60fps HDR-Video, LiDAR-Hinderniserkennung und 52 Minuten Flugzeit liefert sie ein Funktionsniveau, das bisher nur in teureren und schwereren Drohnen zu finden war – und das bei einem Gewicht unter 250 Gramm.
Für Drohnen der Klasse C0 (unter 250 g) brauchst du keinen Führerschein. Ab Klasse C1 ist mindestens der EU-Kompetenznachweis A1/A3 erforderlich, für C2 zusätzlich das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2. Unabhängig davon sind Versicherung und Registrierung immer Pflicht.
In der offenen Kategorie liegt die maximale Flughöhe in Europa einheitlich bei 120 Metern. Du musst grundsätzlich auf Sicht fliegen, was die praktische Reichweite in der Regel auf einige hundert Meter begrenzt.
Die drei wichtigsten Kriterien sind der Einsatzzweck, die Drohnenklasse und die Kameraqualität. Kläre zuerst, wofür du die Drohne brauchst, achte auf eine aktuelle Drohnenklasse (C0–C4) und schaue bei der Kamera auf die Sensorgröße, nicht nur auf die Megapixel.
Grundsätzlich ja, aber mit Einschränkungen. Bestandsdrohnen ohne Drohnenklasse sind seit 2024 nur noch eingeschränkt nutzbar (über 250 g nur in A3). Wenn du gebraucht kaufst, achte darauf, dass das Modell eine aktuelle C-Klassifizierung hat und vom Vorbesitzer aus dem DJI-Konto entbunden wurde.
