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Drohneneinsätze & Branchen

Drohnenaufnahmen: Diese Aufnahmemodi und Ergebnisse sind möglich

DimitriVON DimitriVERÖFFENTLICHT 7 MIN. LESEZEIT
aufnahmemodi ergebnisse drohnen
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Foto, Video oder doch ein hochpräzises 3D-Modell? Wer ein Drohnenprojekt plant, egal ob als Unternehmen auf der Suche nach dem passenden Ergebnis oder als Pilot, der sein Leistungsportfolio erweitern will, steht schnell vor derselben Frage: Welche Aufnahmemodi gibt es eigentlich, und welches Ergebnis passt zu meinem Vorhaben?

Das musst du wissen

  • Welche zehn gängigen Aufnahmemodi und Ergebnistypen Drohnen heute liefern
  • Wofür sich welches Ergebnis in der Praxis eignet
  • Welche Technik und Ausstattung dafür jeweils nötig ist
  • Wo du einen passenden Piloten für dein Projekt findest

Dieser Ratgeber richtet sich sowohl an Unternehmen, die ein Drohnenprojekt planen, als auch an Drohnenpiloten, die prüfen möchten, welche Leistungen sie zusätzlich anbieten können.

Welche Branchen und Einsatzgebiete besonders von Drohnen profitieren, zeigt dir unser Überblick zu den Einsatzgebieten von Drohnen. Hier gehen wir einen Schritt weiter und schauen uns an, welche konkreten Aufnahmen und Ergebnisse dabei entstehen können. Durch den technischen Fortschritt kommen laufend neue Möglichkeiten hinzu, weshalb wir diesen Artikel regelmäßig aktualisieren.

Fotos: Der Klassiker unter den Drohnenaufnahmen

Fotos sind die einfachste und zugänglichste Art der Drohnenaufnahmen. Wie bei handelsüblichen Kameras handelt es sich um Einzelaufnahmen, die von der ungewöhnlichen Perspektive aus der Luft profitieren und dadurch ganz neue Eindrücke ermöglichen. Luftbildaufnahmen eignen sich überall dort, wo es darum geht, einen Überblick über ein Grundstück, ein Gebäude oder eine ganze Landschaft zu bekommen oder diese eindrucksvoll einzufangen.

Videos: Bewegte Drohnenaufnahmen für mehr Dynamik

Videos zählen neben Fotos zur zweiten sehr beliebten Aufnahmeart. Sie ermöglichen Kamerafahrten aus ganz neuen Perspektiven und schaffen eine Dynamik, die sich mit keinem anderen Mittel erreichen lässt. Überall dort, wo statische Aufnahmen nicht ausreichen, etwa bei Imagefilmen, Baufortschrittsdokumentationen oder Eventaufnahmen, kommt das Videoformat zum Einsatz.

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Wärmebildaufnahmen und Thermografie

Mit speziellen Wärmebildkameras erfassen Drohnen die Oberflächentemperatur von Objekten und Lebewesen aus der Luft. Die Thermografie kommt häufig zum Einsatz, um Wärmeverluste bei Gebäuden zu messen, Photovoltaikanlagen auf Defekte zu prüfen oder bei der Rehkitz- und Vermisstensuche zu unterstützen. Aus der Luft lassen sich diese Daten einfacher, umfangreicher und schneller erfassen als am Boden.

⚠️ Fehler vermeiden Thermografie-Ergebnisse sind nur so gut wie die Kalibrierung der Kamera und die Aufnahmebedingungen. Starke Sonneneinstrahlung, Wind oder ein falscher Aufnahmewinkel verfälschen die Messwerte schnell. Für belastbare Ergebnisse braucht es kalibrierte Sensorik und erfahrene Piloten.

Multispektral-Aufnahmen für Vegetations- und Vitalitätsanalysen

Multispektralkameras erfassen zusätzlich zum sichtbaren Licht auch Wellenlängen wie Nahinfrarot. Daraus lassen sich Indizes wie der NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) berechnen, der die Vitalität von Pflanzen sichtbar macht. In der Landwirtschaft hilft das, Stress durch Trockenheit, Schädlinge oder Nährstoffmangel frühzeitig zu erkennen, bevor er mit bloßem Auge erkennbar wäre.

Orthofotos und Orthomosaike für präzise Flächendaten

Aus vielen einzelnen Luftbildern lassen sich hochpräzise Orthomosaike zusammensetzen. Jedes Pixel enthält dabei 2D-Geoinformationen (X, Y) und liefert präzise Messungen, etwa horizontale Abstände und Flächeninformationen. Diese Daten lassen sich über digitale Pläne legen, um den Baufortschritt zu verfolgen, und dienen zugleich als visuelles Kommunikationsmittel und Baustellendokumentation.

Drohnen Orthofoto
Orthofoto eines Gebäudes für eine Dachinspektion mit markierten Schäden am Dach.

Punktwolken für Entfernungs-, Flächen- und Volumenmessungen

Aus Drohnenaufnahmen lassen sich verdichtete Punktwolken erzeugen. Jeder Punkt enthält geografische Informationen (X, Y, Z) sowie Farbwerte. Punktwolken liefern ein sehr genaues Modell für Entfernungsmessungen, sowohl schräg als auch horizontal, sowie für Flächen- und Volumenmessungen, etwa bei Schüttgutmengen oder Erdaushub.

LiDAR-Scans für höchste Detailgenauigkeit

LiDAR-Sensoren senden Laserimpulse aus und messen deren Laufzeit, um Entfernungen extrem präzise zu erfassen. Der große Vorteil gegenüber klassischer Photogrammetrie: LiDAR kann Lücken in dichter Vegetation durchdringen und erfasst so auch den darunterliegenden Boden. Das macht LiDAR-Scans besonders wertvoll für Vermessungen in bewaldetem Gelände, für Stromtrassen oder für die Infrastrukturinspektion, wo klassische Foto- oder Videoaufnahmen an ihre Grenzen stoßen.

💡 Tipp LiDAR- und Multispektralsensoren sind deutlich teurer als klassische Kameras und erfordern meist spezielles Equipment sowie Erfahrung in der Datenauswertung. Für Projekte mit diesen Anforderungen lohnt sich ein Blick in unser Drohnenpilotenverzeichnis, um gezielt nach Piloten mit passender Ausrüstung zu suchen.

3D-Modelle und digitale Zwillinge

Aus einer Vielzahl von Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven lässt sich ein dreidimensionales Gitternetz erzeugen, das Kanten, Flächen, Scheitelpunkte und Textur des aufgenommenen Bereichs reproduziert. Spezialsoftware verarbeitet diese Aufnahmen im Anschluss zu einem fotorealistischen 3D-Modell eines Objekts oder einer Landschaft. Wird ein solches Modell regelmäßig mit neuen Daten aktualisiert und für laufendes Monitoring genutzt, spricht man auch von einem digitalen Zwilling. Ein einmalig erstelltes 3D-Modell allein ist dagegen noch kein digitaler Zwilling im engeren Sinn.

Digitale Oberflächen- und Geländemodelle (DSM und DTM)

Digitale Oberflächenmodelle (DSM) und digitale Geländemodelle (DTM) werden häufig verwechselt, unterscheiden sich aber deutlich. Ein DSM erfasst für jedes Pixel die Höhe des höchsten sichtbaren Punkts, also inklusive Gebäuden, Bäumen und anderer Objekte. Ein DTM bildet dagegen ausschließlich die reine Geländeoberfläche ab: Vegetation und Bauwerke werden aus den Daten herausgerechnet. Anhand dieser Modelle lässt sich beispielsweise feststellen, welche Geländebereiche bei Starkregen überflutet werden könnten oder ob vor einem Bauvorhaben noch Erdarbeiten zur Geländeebnung nötig sind.

360°-Panoramen für virtuelle Rundgänge

Bei einem 360°-Panorama werden mehrere Einzelaufnahmen zu einer großen Aufnahme zusammengefügt. So bekommt der Betrachter einen Rundumblick über das gewünschte Gebiet. Solche Aufnahmen lassen sich auch interaktiv gestalten, sodass sich Betrachter selbst umschauen können. Beliebt sind sie etwa auf Webseiten, um Interessenten einen Überblick über ein bestimmtes Gebiet zu verschaffen. Beispiele für solche Aufnahmen findest du unter anderem auf der Plattform 360Cities.

Sonderfall Drohnenshow

Anders als die bisher genannten Ergebnisse ist eine Drohnenshow keine Aufnahme, sondern selbst die Inszenierung: Dutzende bis Tausende mit LEDs ausgestattete Drohnen fliegen softwaregesteuert eine perfekt abgestimmte Choreografie und zeichnen so Bilder und Muster in den Nachthimmel. Verschiedene Sicherheitsprogramme sorgen dabei für einen verlässlichen Ablauf. Gerade für große Events ist das ein Blickfang, über den garantiert berichtet wird, aber eben kein Aufnahmeergebnis im Sinne der übrigen Formate.

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Welche Aufnahmeart passt zu deinem Projekt?

Für einen schnellen Überblick oder einfache Marketingzwecke reichen Foto und Video meist aus. Sobald es um Vermessung, Inspektion oder Dokumentation mit Maßbezug geht, führt kaum ein Weg an Orthofoto, Punktwolke oder 3D-Modell vorbei. Bei landwirtschaftlichen Fragestellungen oder Vegetationsanalysen sind Multispektralaufnahmen die erste Wahl, während LiDAR bei dichter Vegetation oder besonders hohen Genauigkeitsanforderungen seine Stärken ausspielt.

Bevor du ein größeres Projekt startest, lohnt sich außerdem ein Blick auf unseren Ratgeber zur Flugplanung und Genehmigungen, da nicht jede Fläche ohne Weiteres beflogen werden darf. Für großflächige Vermessungen oder Einsätze außerhalb der Offenen Kategorie kann außerdem eine Genehmigung in der Specific-Kategorie nötig sein, mehr dazu in unserem Leitfaden zum SORA-Antrag.

📌 Beispiel Für die Inspektion eines Gewerbedachs reicht oft ein Orthofoto mit markierten Schadstellen als Grundlage für die Sanierungsplanung völlig aus, eine aufwendige Punktwolke oder ein vollständiges 3D-Modell wäre hier meist nicht nötig.

Für Piloten, die ihr Angebot in diese Richtung erweitern möchten, lohnt sich ein Blick auf unseren Leitfaden zum professionellen Drohnenbetrieb, um Equipment, Workflows und Dokumentation entsprechend aufzustellen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Orthofoto und einem normalen Foto?

Ein Orthofoto ist geometrisch entzerrt und georeferenziert. Jedes Pixel enthält präzise Positionsdaten, wodurch sich Abstände und Flächen direkt messen lassen, was bei einem gewöhnlichen Foto nicht möglich ist.

Brauche ich für Multispektral- oder LiDAR-Aufnahmen eine besondere Genehmigung?

Die Aufnahmetechnik selbst ist genehmigungsfrei. Entscheidend ist, in welcher Kategorie und über welcher Fläche geflogen wird. Größere oder komplexere Einsätze können eine Genehmigung in der Specific-Kategorie erfordern.

Kann ich mit meiner privaten Drohne bereits professionelle Ergebnisse wie Orthofotos erstellen?

Grundsätzlich ja, solange die Drohne über eine ausreichend gute Kamera und GPS verfügt. Für hochpräzise Ergebnisse mit Maßbezug sind jedoch meist Zusatzausrüstung wie RTK-Module sowie spezialisierte Auswertungssoftware notwendig.

Wie finde ich einen Piloten, der das gewünschte Ergebnis liefern kann?

Über unser Drohnenpilotenverzeichnis lassen sich Piloten gezielt nach Leistungsschwerpunkt und Ausrüstung finden, von klassischer Foto- und Videoproduktion bis zu spezialisierten Vermessungs- und Inspektionseinsätzen.

Zusammenfassung

  • Drohnen liefern heute weit mehr als Fotos und Videos, von Thermografie über Multispektral- und LiDAR-Aufnahmen bis zu vollständigen 3D-Modellen
  • Orthofotos, Punktwolken und DSM/DTM-Modelle liefern präzise Mess- und Planungsdaten für Bau-, Vermessungs- und Inspektionsprojekte
  • Welches Ergebnis sich eignet, hängt vom Anwendungsfall ab: Für schnelle Übersichten reichen Foto und Video, für Vermessung und Dokumentation braucht es spezialisiertere Verfahren
  • Komplexere Aufnahmemodi wie LiDAR oder Multispektral erfordern spezielle Ausrüstung und Erfahrung
  • Größere oder komplexere Projekte sollten vorab auf Genehmigungspflichten in der Specific-Kategorie geprüft werden

Du suchst einen Drohnenpiloten für ein konkretes Projekt? In unserem Drohnenpilotenverzeichnis findest du Piloten, die alle hier vorgestellten Aufnahmen und Ergebnisse liefern können, und wir unterstützen dich gerne bei der Vermittlung und Umsetzung.

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