Interview mit spektakulAIR: Selbstständig durch den SORA-Prozess mit wingman und skyzr

spektakulAIR aus Österreich ist DJI Enterprise Gold Partner und verbindet drei Bereiche: den Vertrieb von Enterprise-Drohnen, Dienstleistungen wie Photovoltaik- und Thermografie-Inspektionen, Reinigung mit Drohnen oder Kitzrettung sowie Ausbildungen zum EU-Drohnenführerschein. Viele Einsätze des Teams finden im alpinen Raum statt und lassen sich nur in der Speziellen Kategorie (Specific Category) durchführen.
Florian Willemsen ist bei spektakulAIR unter anderem für Drohneneinsätze und technische Themen zuständig. Im Interview erzählt er, wo für ihn die größten Hürden im Genehmigungsverfahren liegen, wie sich sein Team mit wingman eigenes SORA-Know-how aufgebaut hat und warum die Offene Kategorie für seine Einsätze keine Alternative ist.
Das vollständige Interview im Video
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Welche Herausforderungen begegnen dir bei professionellen Drohneneinsätzen?
Florian: Die Herausforderungen, mit denen wir am meisten konfrontiert sind, würde ich sagen, liegen aktuell in den Genehmigungsverfahren. Das schränkt uns am meisten ein. Mit der Open-Kategorie können wir in Wahrheit nur einen Bruchteil unserer Einsätze abwickeln und in den meisten Fällen sind wir über eine Specific-Kategorie zu Hause.
Welche regulatorischen Anforderungen stellen die größte Herausforderung dar?
Florian: Es ist mit Sicherheit die Specific-Genehmigung an sich, die das Leben sehr, sehr schwierig macht für uns als Drohnenbetreiber. Das erfordert sehr, sehr viel Vorarbeit, sehr viele Richtlinien, die man erfüllen muss, um in den Genuss einer Specific-Genehmigung kommen zu können.
Wie gehst du mit Flugplanung und Dokumentation um?
Florian: Also Flugplanung und Dokumentation nehmen wir sehr ernst, weil wir natürlich wissen, was da für uns hintendran hängt, gerade in Bezug auf die laufenden Genehmigungen und die neuen Genehmigungen, die wir immer wieder beantragen. Die Flugaufzeichnungen finden dankenswerterweise ein Stück weit auch von DJI im FlightHub schon statt, vom DJI Dock. Auf der anderen Seite machen wir natürlich Vorflugkontrollen, Nachflugkontrollen. Das dokumentieren wir aktuell eben in den entsprechenden Formularen, bauen das aber auch in unser eigenes System ein.
Wie bist du vor wingman mit SORA-Analysen umgegangen?
Florian: Also ich muss sagen, wir haben die SORA-Analysen vorher mit einem anderen Partner zusammen gemacht. Das hat auch sehr gut funktioniert, muss man sagen, ehrlicherweise. Auf der anderen Seite haben wir dabei aber nichts gelernt, weil wir quasi ein fertiges Produkt bekommen haben, auf das wir dann eingeschult worden sind. Und jetzt habe ich im Laufe der Zeit eben durch die Zusammenarbeit mit skyzr, mit den Kollegen und in Verbindung mit wingman, tatsächlich auch das Know-how aufbauen können, dass wir im SORA-Prozess selbstständig schneller vorankommen können.
Was ist dabei in dem Prozess besonders aufwendig?
Florian: Also aus meiner Sicht das Aufwendigste ist und bleibt nach wie vor das Betriebshandbuch. Da sind alle Verfahren individuell für den Betreiber zu beschreiben, für den Anwendungsfall, für das Betriebsgebiet. Das deckt uns wingman noch nicht ab. Aber da haben wir den Support von den skyzr-Mitarbeitern.
Welche Funktionen von wingman empfindest du als besonders hilfreich?
Florian: Neue Fluggebiete schnell mal überblicken, was ich dort für Ground Risks und Air Risks vorfinde, um die Fluggebiete danach dann eben entsprechend adaptieren zu können, umformen zu können, wo ich sage, auf die Ecke kann ich vielleicht verzichten, das reduziert aber schon mal wieder mein Risiko und macht die Genehmigung dann wieder einfacher.
Wie viel Zeit sparst du durch die Nutzung von wingman?
Florian: Es ist schwer zu sagen. Ich sag mal, am meisten Zeit, glaube ich, sparen wir dadurch, dass wir es selber nutzen können, selber vorab schon mal Planungen machen können. Und es ist für mich so ein Vorab-Check: Was erwartet mich eigentlich, wenn ich in diesem Betriebsgebiet fliegen möchte? Ich kann mich danach schon ein bisschen ausrichten dann und hab nicht dieses, sag ich mal, Hin und Her, ich schicke es jemandem und warte auf eine Antwort, sondern ich kann es direkt selber machen und das erspart auf jeden Fall die Zeit.
Gibt dir skyzr mehr Sicherheit bei der Planung und Durchführung von Drohneneinsätzen?
Florian: Ja, auf jeden Fall. Also die Genehmigungen, die wir bisher beantragt haben, die waren auf jeden Fall erfolgreich. Wir haben auch die Prüfungen der Austro Control damit sehr gut bestanden, sage ich mal, ohne gravierende Mängel. Und das zeigt auf jeden Fall, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Damit fühlen wir uns natürlich sicherer.
Welche Vorteile bemerkst du im Vergleich zu deinem früheren Workflow?
Florian: Der Vorteil ist auf jeden Fall, dass wir jetzt hier bei spektakulAIR, Kioniq und CleaningDrones, wo wir arbeiten, sehr viel mehr Einblick in die Regularien haben. Wir beschäftigen uns sehr viel mehr damit und das ist auf jeden Fall auch ein Vorteil, weil wir es einfach besser verstehen.
Wie war dein erster Eindruck von skyzr?
Florian: (lacht) Ja, ihr habt von Anfang an einen kompetenten Eindruck gemacht. Wir haben sofort das Gefühl gehabt, dass man sich das auf jeden Fall mal näher anschauen sollte. Wir sind dann relativ schnell auch in die Zusammenarbeit gekommen und das hat uns gezeigt, dass es der richtige Weg wäre.
Was schätzt du heute am meisten an skyzr?
Florian: Den persönlichen Support, muss man ganz klar sagen. Wir haben mehrere Ansprechpartner bei euch, die jederzeit erreichbar sind für uns. Wir kriegen schnelle Hilfe und ja, so kommen wir auch ganz gut voran.
Hast du schon mal nachgedacht, nur noch in Open und nicht mehr in Specific zu fliegen?
Florian: Nein, das ist eigentlich keine Option für uns, weil wir müssen natürlich schon sicherstellen, dass wir die Drohnen auch rechtssicher und vor allem auch sicher für unbeteiligte Personen betreiben. Wir haben Risiken im Luftraum, wir haben Risiken im Bodenraum. Das sollte für alle Betreiber an der obersten Stelle stehen, sich da immer an die Richtlinien zu halten, die zu erfüllen und, auch wenn die Prozesse dahin aufwendig sind, den Weg nicht zu scheuen. Das schützt am Ende die ganze Branche und bringt uns in Summe aber auch mit der Technologie weiter voran.
Was sind für dich die interessantesten Erweiterungen, die es in letzter Zeit für wingman gab?
Florian: Also wingman hat auf jeden Fall das Ausfüllen der Formulare jetzt massiv erleichtert. Also auch, man denkt es kaum, aber ein Antragsformular für eine Specific-Kategorie ist an sich schon eine kleine Wissenschaft fast und das ermöglicht es jetzt wingman automatisiert. Das heißt, ich kriege am Ende von meinem Prozess auch schon das Antragsformular mit raus und muss nicht nochmal von vorne anfangen eigentlich mit dem ganzen Thema, wo ich eigentlich alle Informationen bereitgestellt habe. Also das ist auf jeden Fall eine große Hilfe.
Auch die benachbarten Gebiete, die jetzt angezeigt werden, nach SORA 2.5, das hilft uns auch abzuschätzen, wie weit können wir eigentlich rausgehen mit unserem Fluggebiet. Und wir fliegen dann einfach sehr viel im alpinen Raum und da sind die Gebiete einfach mehrere Quadratkilometer groß. Also das ist jetzt nicht die kleine Spielwiese, sondern das sind große Areale.
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