Du möchtest mit deiner Drohne näher an Menschen fliegen oder brauchst den Nachweis für eine Genehmigung bei deiner Landesluftfahrtbehörde? Dann kommst du am EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 nicht vorbei. In diesem Ratgeber erfährst du alles, was du für den Erwerb des A2-Scheins wissen musst – von den Voraussetzungen über die Prüfung bis hin zu den Kosten und offiziellen Prüfstellen.
Das musst du wissen
- Das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 ist der „große Drohnenführerschein“ für die offene Kategorie und wird für den Betrieb von C2-Drohnen in der Unterkategorie A2 benötigt.
- Die Prüfung besteht aus 30 Multiple-Choice-Fragen aus drei Fachgebieten. Zum Bestehen sind mindestens 75 % richtige Antworten erforderlich.
- Voraussetzung ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3 sowie ein praktisches Selbststudium.
- Die Kosten liegen je nach Prüfstelle und Land zwischen ca. 50 € und 450 € (zzgl. Ausstellungsgebühren).
- Das Zeugnis ist 5 Jahre gültig und in der gesamten EU anerkannt – unabhängig davon, in welchem Mitgliedsstaat es erworben wurde.
Dieser Artikel ist Teil unseres umfassenden Ratgebers zur EU-Drohnenverordnung. Einen Überblick über beide EU-Drohnenführerscheine findest du in unserem Beitrag Drohnenführerschein – Alles was Drohnenpiloten wissen müssen.
Was ist das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2?
Das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 – umgangssprachlich als „großer Drohnenführerschein“ bekannt – ist ein Kompetenznachweis gemäß Punkt UAS.OPEN.030 der EU-Durchführungsverordnung 2019/947. Es baut auf dem EU-Kompetenznachweis A1/A3 (dem „kleinen Drohnenführerschein“) auf und erweitert deine Einsatzmöglichkeiten als Drohnenpilot.
Konkret berechtigt dich das A2-Zeugnis zum Betrieb von Drohnen der Klasse C2 (bis 4 kg) in der Unterkategorie A2 der offenen Kategorie. Damit darfst du unter Einhaltung der Abstandsregeln deutlich näher an Menschen und über bebaute Gebiete fliegen als mit dem A1/A3-Nachweis allein. Im normalen Flugmodus gilt ein Mindestabstand von 30 Metern zu unbeteiligten Personen, im Langsamflugmodus der Drohne kann dieser auf bis zu 5 Meter reduziert werden.
Ohne das A2-Zeugnis dürftest du eine C2-Drohne nur in der Unterkategorie A3 betreiben – also weit entfernt von Menschen und mit mindestens 150 Metern Abstand zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten.
Darüber hinaus verlangen viele Landesluftfahrtbehörden in Deutschland das EU-Fernpiloten-Zeugnis als Voraussetzung für die Erteilung von Betriebsgenehmigungen in geografischen UAS-Zonen. In der Praxis ist der A2-Schein also auch für Piloten relevant, die nicht mit einer C2-Drohne fliegen, aber Genehmigungen für bestimmte Fluggebiete benötigen.
Das Zeugnis ist EU-weit gültig und wird in allen Mitgliedsstaaten anerkannt. Es muss bei jedem Flug elektronisch (z. B. als PDF auf dem Smartphone) oder ausgedruckt mitgeführt werden.
Voraussetzungen für das EU-Fernpiloten-Zeugnis
Die Voraussetzungen für den Erwerb des A2-Zeugnisses sind durch die EU-Verordnung geregelt und müssen in einer festgelegten Reihenfolge erfüllt werden. Im Detail unterscheidet sich der Ablauf zwischen Deutschland und Österreich.
Deutschland
In Deutschland läuft der Weg zum A2-Zeugnis über das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) und eine vom LBA benannte Prüfstelle:
- Registrierung als Drohnenbetreiber beim LBA – falls noch nicht geschehen.
- EU-Kompetenznachweis A1/A3 erwerben – die kostenlose Online-Prüfung beim LBA (25 € Gebühr für Prüfung und Ausstellung).
- Praktisches Selbststudium durchführen – eigenverantwortliches Flugtraining unter den Bedingungen der Unterkategorie A3 (freies Feld, Abstand zu Menschen).
- Erklärung zum praktischen Selbststudium einreichen – eine schriftliche Selbsterklärung über die Durchführung des Trainings.
- Theorieprüfung bei einer benannten Prüfstelle (PStF) bestehen – die eigentliche A2-Prüfung (siehe Abschnitt „Prüfungsinhalt und Ablauf“).
- Ausstellung des Zeugnisses durch das LBA – nach bestandener Prüfung beantragt die Prüfstelle das Zeugnis beim LBA. Du erhältst es als PDF per E-Mail.
Österreich
In Österreich wird das Verfahren durch die Austro Control über die Plattform dronespace.at abgewickelt:
- Registrierung als Drohnenbetreiber bei der Austro Control – über dronespace.at (Registrierungsgebühr ca. 32,40 €).
- EU-Kompetenznachweis A1/A3 erwerben – kostenlose Online-Prüfung auf dronespace.at.
- Praktisches Selbststudium durchführen – wie in Deutschland eigenverantwortlich.
- Erklärung zum praktischen Selbststudium einreichen – über die Austro Control.
- Theorieprüfung ablegen – die Austro Control bietet die Prüfung als Präsenztermin an ihren Standorten an (u. a. Wien). Alternativ ist die Prüfung auch bei Anbietern in anderen EU-Ländern möglich (siehe Abschnitt „A2-Zeugnis im EU-Ausland erwerben“).
Für beide Länder gilt ein Mindestalter von 16 Jahren für den Erwerb des EU-Fernpiloten-Zeugnisses.
Prüfungsinhalt und Ablauf
Die theoretische Prüfung für das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 ist einheitlich in der EU geregelt. Sie besteht aus 30 Multiple-Choice-Fragen aus drei Fachgebieten:
- Meteorologie – Einfluss von Wind, Temperatur und Sichtbedingungen auf den Drohnenbetrieb
- UAS-Flugleistung – Masse, Schwerpunkt, Akkuleistung, Auswirkungen von Last und Höhe
- Technische und betriebliche Risikominderung am Boden – Abstandsregeln, Langsamflugmodus, 1:1-Regel, Verhalten in der Nähe von Personen
Zum Bestehen müssen mindestens 75 % der Fragen richtig beantwortet werden. Die Prüfung dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten.
Je nach Prüfstelle kann die Prüfung vor Ort oder online abgelegt werden. Bei der Online-Variante wird der Teilnehmer per Webcam von einem Prüfer überwacht. Beide Varianten sind gleichwertig und führen zum selben Zeugnis.
💡 Tipp: So bereitest du dich optimal auf die A2-Prüfung vor
Die meisten Prüfstellen bieten Vorbereitungskurse an, die auf die Prüfungsinhalte abgestimmt sind. Wenn du dich im Selbststudium vorbereitest, konzentriere dich auf die drei Prüfungsfächer. Besonders häufig geprüft werden Abstandsregeln (1:1-Regel, Langsamflugmodus), Akku-Grundlagen (Unterschied Li-Po/Li-Ion, Serienschaltung vs. Parallelschaltung) und der Einfluss von Höhe und Temperatur auf die Flugleistung. Die Lernziele werden von der jeweiligen nationalen Behörde vorgegeben – das LBA stellt diese über die benannten Prüfstellen bereit.
Kosten des EU-Fernpiloten-Zeugnis A2
Die Gesamtkosten für das A2-Zeugnis setzen sich aus mehreren Posten zusammen und variieren je nach Land und Prüfstelle.
Deutschland
In Deutschland fallen zwei Kostenarten an:
Prüfstellengebühren: Die Kosten für die Prüfung (und je nach Anbieter auch Vorbereitungskurs) variieren zwischen den benannten Prüfstellen erheblich. Die Preisspanne reicht von ca. 150 € bis über 400 €. Manche Anbieter bieten reine Prüfungen günstiger an, andere schnüren Pakete mit ausführlichem Schulungsmaterial und persönlicher Betreuung.
LBA-Ausstellungsgebühr: Für die Ausstellung des Zeugnisses erhebt das LBA eine Gebühr von 30 €. Diese fällt zusätzlich zu den Prüfstellenkosten an.
Insgesamt solltest du in Deutschland mit Kosten zwischen ca. 180 € und 450 € rechnen.
Österreich
Bei der Austro Control kostet die Anmeldung zur Präsenzprüfung ca. 52,80 €. Vorbereitungskurse bietet die Austro Control nicht an – du musst dich eigenständig oder über externe Schulungsanbieter vorbereiten.
Alternativ kannst du die Prüfung bei einem EU-Anbieter online ablegen (siehe nächster Abschnitt). Die Kosten liegen dort typischerweise zwischen 79 € und 300 €, je nach Anbieter und Leistungsumfang.
⚠️ Häufiger Fehler: Die LBA-Ausstellungsgebühr vergessen
Viele Piloten kalkulieren nur die Prüfstellenkosten ein und übersehen die zusätzliche Gebühr von 30 €, die das LBA für die Ausstellung des Zeugnisses erhebt. Plane diese Kosten von Anfang an ein, damit es keine Überraschung gibt. Auch für die Verlängerung fallen beim LBA 15 € an.
A2-Zeugnis im EU-Ausland erwerben – ist das erlaubt?
Diese Frage taucht in der Community immer wieder auf, insbesondere weil manche EU-Anbieter die Prüfung deutlich günstiger und komplett online anbieten. Die kurze Antwort: Ja, das ist legal.
Die rechtliche Grundlage
Die EU-Durchführungsverordnung 2019/947 wurde durch die DVO 2020/639 dahingehend angepasst, dass ein EU-Fernpiloten-Zeugnis von „einer zuständigen Behörde oder einer von der zuständigen Behörde eines Mitgliedstaates benannten Stelle“ ausgestellt werden kann. Es muss also nicht die Behörde des eigenen Landes sein.
Das LBA bestätigt dies ausdrücklich in seinen FAQ: Ein offizieller Fernpiloten-Nachweis, der von einer zuständigen Behörde eines EU-Mitgliedsstaates ausgestellt wurde, ist in allen EU-Mitgliedsstaaten gültig. Das gilt auch für Nachweise aus Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz.
Vorteile
- Kosten: Einige Anbieter in anderen EU-Ländern (z. B. Niederlande, Polen) bieten die Prüfung ab ca. 79–99 € an – deutlich günstiger als viele deutsche Prüfstellen.
- Flexibilität: Die Prüfung kann bei manchen Anbietern komplett online und rund um die Uhr abgelegt werden. Das spart Anreise und Wartezeit.
- Vorbereitung inklusive: Viele Online-Anbieter liefern Schulungsmaterial und Übungstests im Paket mit.
Nachteile und Hinweise
- Getrennte Verwaltung: Ein im Ausland erworbenes Zeugnis wird nicht automatisch in dein LBA-Nutzerkonto übernommen. Du musst es separat mitführen – was in der Praxis kein Problem ist, aber bedeutet, dass du zwei verschiedene Dokumente hast (A1/A3 vom LBA und A2 vom ausländischen Anbieter).
- Verlängerung: Die Verlängerung ist auch bei einer deutschen Prüfstelle möglich, selbst wenn das Zeugnis im Ausland erworben wurde. Umgekehrt könntest du es aber auch wieder beim ursprünglichen Anbieter verlängern.
- Qualitätsunterschiede: Die Tiefe der Vorbereitung variiert. Wer sich wirklich sicher auf die Prüfungsinhalte vorbereiten will, sollte nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf Lernmaterial, Prüfungssimulationen und Support.
- Seriosität prüfen: Achte darauf, dass der Anbieter eine offizielle Benennung durch eine nationale Luftfahrtbehörde hat. Ein seriöser Anbieter weist diese Registrierungsnummer transparent auf seiner Website aus.
Unterm Strich ist der Erwerb im EU-Ausland eine vollkommen legale Option, die vor allem für preisbewusste Piloten und Piloten in Österreich (wo die Austro Control nur Präsenztermine anbietet) interessant sein kann. Wichtig ist, einen seriösen Anbieter zu wählen und sich nicht nur vom günstigsten Preis leiten zu lassen.
Offizielle Prüfstellen in Deutschland
In Deutschland dürfen nur vom LBA offiziell benannte Prüfstellen für Fernpiloten (PStF) die A2-Prüfung abnehmen. Die folgende Tabelle zeigt alle aktuell zertifizierten Prüfstellen (Stand: März 2026). Die aktuelle Liste wird vom LBA gepflegt.
| Reg.-Nr. | Name | Standort | Prüfung |
|---|---|---|---|
| DE.PStF.001 | Kopter-Profi GmbH | 38539 Müden/Aller | A2, STS |
| DE.PStF.002 | Kopterzentrale GmbH | 30171 Hannover | A2, STS |
| DE.PStF.003 | DPH Drone Services UG | 10405 Berlin | A2, STS |
| DE.PStF.004 | U-ROB GmbH | 33739 Bielefeld | A2, STS |
| DE.PStF.005 | RKM RotorKonzept GmbH | 69518 Abtsteinach | A2, STS |
| DE.PStF.006 | Airclip Service GmbH & Co. KG | 01159 Dresden | A2, STS |
| DE.PStF.007 | BORMATEC GmbH | 88214 Ravensburg | A2, STS |
| DE.PStF.008 | Copteruni GmbH | 29664 Walsrode | A2, STS |
| DE.PStF.009 | CADdy Geomatics GmbH | 81829 München | A2 |
| DE.PStF.011 | Drohnenflugschule24 GmbH | 39120 Magdeburg | A2, STS |
| DE.PStF.015 | Seabirds.de GmbH | 26131 Oldenburg | A2 |
| DE.PStF.016 | Copter-Expert GmbH | 30916 Isernhagen | A2, STS |
| DE.PStF.022 | GDDC GmbH | 24340 Eckernförde | A2, STS |
| DE.PStF.026 | CiS GmbH | 18182 Bentwisch b. Rostock | A2 |
| DE.PStF.029 | UAS365 GmbH | 42369 Wuppertal | A2, STS |
| DE.PStF.033 | DEKRA Aviation Services | 63303 Dreieich | A2 |
| DE.PStF.034 | Triopt GmbH | 47445 Moers | A2, STS |
| DE.PStF.035 | Droniq GmbH | 60431 Frankfurt | A2, STS |
| DE.PStF.036 | Bundespolizei-Fliegerstaffel Fuldatal | 34233 Fuldatal | A2 |
| DE.PStF.039 | Dt. Rettungsrobotik-Zentrum e. V. | 44357 Dortmund | A2 |
| DE.PStF.041 | ProFlyCenter GmbH (DJI Academy) | 76669 Bad Schönborn | A2, STS |
| DE.PStF.044 | ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH | 82256 Fürstenfeldbruck | A2 |
Nicht alle Prüfstellen bieten Online-Prüfungen an. Die Kosten variieren je nach Anbieter und Leistungsumfang (reine Prüfung vs. Paket mit Vorbereitung). Es lohnt sich, vor der Anmeldung zu vergleichen – sowohl beim Preis als auch bei den enthaltenen Leistungen.
Gültigkeitsdauer und Verlängerung
Das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 ist 5 Jahre gültig. Danach muss es verlängert werden.
Für die Verlängerung hast du in Deutschland zwei Möglichkeiten: eine Auffrischungsschulung bei einer benannten Prüfstelle oder das erneute Ablegen der Prüfung. Beides ist auch bei einer anderen Prüfstelle möglich als der, bei der du ursprünglich die Prüfung abgelegt hast. Selbst wenn du das Zeugnis im EU-Ausland erworben hast, kannst du es bei einer deutschen Prüfstelle verlängern. Für die Verlängerung erhebt das LBA eine Gebühr von 15 €.
Eine besonders praktische Regel: Wenn du einen höherwertigen Nachweis erwirbst (z. B. das Fernpiloten-Zeugnis STS), gilt dessen Ablaufdatum automatisch für alle darunterliegenden Nachweise auf dem kombinierten Zertifikat. Der Erwerb eines STS-Zeugnisses verlängert also auch dein A2- und dein A1/A3-Zeugnis.
In Österreich erfolgt die Verlängerung über die Dronespace-Plattform der Austro Control. Alternativ kannst du die Verlängerung ebenfalls bei einem Anbieter in einem anderen EU-Land durchführen.
Alle Details zur Verlängerung haben wir in einem separaten Ratgeber zusammengefasst: Drohnenführerschein verlängern – Anleitung und Kosten.
A2 oder gleich STS – wann lohnt sich welcher Schein?
Die Frage kommt häufig auf: Lohnt es sich, direkt den STS-Schein (Standardszenario für die spezielle Kategorie) zu machen, statt nur den A2?
Der Unterschied in Kürze: Das A2-Zeugnis berechtigt zum erweiterten Betrieb in der offenen Kategorie (näher an Menschen mit C2-Drohnen). Das STS-Zeugnis berechtigt zum Betrieb in der speziellen Kategorie nach Standardszenarien – also z. B. für Flüge mit C5/C6-Drohnen über bebaute Gebiete oder außerhalb der Sichtweite (BVLOS).
Für die meisten Hobby- und Freizeitpiloten ist das A2-Zeugnis ausreichend. Wer allerdings gewerblich fliegen und dabei die Grenzen der offenen Kategorie regelmäßig überschreiten möchte, sollte den STS-Schein ins Auge fassen. Ein Vorteil: Die STS-Prüfung beinhaltet den A2-Nachweis automatisch, falls du ihn noch nicht besitzt. Du bekommst also mit einer Prüfung beide Nachweise.
Der Preisunterschied zwischen einer reinen A2-Prüfung und einer kombinierten A2+STS-Prüfung ist bei manchen Anbietern relativ gering. Wenn du dir vorstellen kannst, in Zukunft auch in der speziellen Kategorie fliegen zu wollen, kann es sich lohnen, direkt den größeren Schein zu machen, anstatt später doppelt zu zahlen.
Zusammenfassung
- Das EU-Fernpiloten-Zeugnis A2 erweitert deine Einsatzmöglichkeiten in der offenen Kategorie und ist Voraussetzung für den Betrieb von C2-Drohnen in der Unterkategorie A2.
- Voraussetzung ist der EU-Kompetenznachweis A1/A3, ein praktisches Selbststudium und das Bestehen einer Theorieprüfung bei einer benannten Prüfstelle.
- Die Prüfung umfasst 30 Multiple-Choice-Fragen aus den Bereichen Meteorologie, Flugleistung und Risikominderung (75 % Bestehensgrenze).
- Die Kosten variieren je nach Anbieter und Land. In Deutschland liegen sie typischerweise zwischen 180 € und 450 €, in Österreich ab ca. 53 € (Austro Control) oder ab ca. 79 € (EU-Online-Anbieter).
- Das Zeugnis kann legal bei jedem offiziell benannten Anbieter in der EU erworben werden und ist in allen Mitgliedsstaaten gültig.
- Die Gültigkeit beträgt 5 Jahre. Eine Verlängerung ist durch Auffrischungsschulung oder erneute Prüfung möglich.
Häufige Fragen zum EU-Fernpiloten-Zeugnis A2
Die Kosten setzen sich aus den Prüfstellengebühren und der Ausstellungsgebühr zusammen. In Deutschland liegen die Gesamtkosten typischerweise zwischen 180 € und 450 €. Bei der Austro Control in Österreich kostet die Prüfung ca. 52,80 €. Online-Anbieter aus anderen EU-Ländern bieten Pakete ab ca. 79 € an.
Ja. Viele benannte Prüfstellen in Deutschland und einige EU-Anbieter bieten die Prüfung als Online-Variante per Webcam-Überwachung an. Das Ergebnis ist gleichwertig mit einer Präsenzprüfung. Die Austro Control in Österreich bietet die Prüfung allerdings nur als Präsenztermin an.
Ja. Gemäß der EU-Durchführungsverordnung 2019/947 ist ein von einer zuständigen Behörde oder benannten Stelle eines EU-Mitgliedsstaates ausgestelltes Zeugnis in der gesamten EU gültig. Das LBA bestätigt dies in seinen FAQ. Du musst den Nachweis lediglich separat mitführen, da er nicht in dein LBA-Nutzerkonto übertragen wird.
Das Zeugnis ist 5 Jahre ab Ausstellungsdatum gültig. Danach muss es durch eine Auffrischungsschulung oder erneute Prüfung bei einer benannten Prüfstelle verlängert werden. Die LBA-Gebühr für die Verlängerung beträgt 15 €.
Das hängt vom Modell und der CE-Klassifizierung ab. Drohnen unter 250 g (wie die DJI Mini-Serie ohne C-Label) benötigen keinen Drohnenführerschein. Drohnen mit C1-Klassifizierung (z. B. neuere DJI Air-Modelle) brauchen nur den EU-Kompetenznachweis A1/A3. Das A2-Zeugnis wird erst relevant für Drohnen mit C2-Klassifizierung oder wenn du Genehmigungen bei Landesluftfahrtbehörden beantragen möchtest. Welchen Schein du für deine Drohne brauchst, erfährst du in unserem Überblick zu den Drohnenführerscheinen.
Du willst deine Flüge professionell dokumentieren und deine Drohnen zentral verwalten? Auf skyzr findest du neben einem digitalen Fluglogbuch auch einen Genehmigungsservice, der dir bei Anträgen für geografische UAS-Zonen hilft.

Hallo, ich möchte mich an die Verordnungen halten und habe mir die Air 2 S bestellt, die ein Fluggewicht (incl. Akku) von 530 Gramm hat. Reicht für den Betrieb – wenn eine Entfernung zu Personen – von 120 Metern eingehalten wird der Kompetensnachweis A1/A3 aus?
Gruß Kerstin Ramacher
Hallo Kerstin,
in diesem Artikel haben wir die wichtigsten Infos für die DJI Air 2S im Bezug zur EU-Drohnenverordnung zusammengefasst:
https://www.dein-drohnenpilot.de/eu-drohnenverordnung-dji-air-2s/
Solltest du nach dem Lesen des Artikels noch Fragen haben, kannst du diese direkt dort unterhalb des Artikels stellen.
Viele Grüße
Dimitri